uptime is the game, downtime is the name

Vor ein paar Tagen ging mir durch den Kopf das man sich wohl aufgrund von etablierten Social Networks (Facebook, Studi/MeinVZ) sich wohl eher weniger aus den Augen verlieren wird. Damals war es ja so das selbst wenn die Person im Nachbarort wohnte man sich kaum noch gesehen hat. Heute ist es anders. Man ist bei MeinVZ befreundet. Man kennt sich halt. Man schreibt aber nicht mehr miteinander – was will man auch noch mit alten Schulkameraden / exFreund(innen) schreiben? Wirklich interressant es nicht. Es interressiert ein nur manchmal ein Informationsbruchstück. Es ist interressant einfach beobachten zu können was die machen.

Zum Beispiel: Ein Freund zieht in eine andere Stadt und man verliert nach ein paar Monaten den Kontakt. Aufeinmal fängt er aber an Bilder hochzuladen von seiner neuen Wohnung, seinem Hund, seiner Frau undf so weiter und Ich weiss das es ihm gut geht und kann gegebenfalls nachfragen was da so los ist… Vorraussetzung ist natürlich das beide Social Networks benutzen.
Aber ich behaupte einfach mal das meine Generation die momentan round about 20 Jahre alt ist verstärkt Social Networks nutzt. In Deutschland ist es Studi/MeinVZ und im Ausland eher Facebook. Die Generationen nach mir werden das ganze sogar noch mehr nutzen. Ich sehe das ja an meinem 14 Jahre alten Bruder. Ich weiss jetzt nur noch nicht ob die Entwicklung positiv oder eher Negativ ist. Auf einer Art sagt man sich: “Ja, man kann die ja mal anrufen”. Aber von wievielen Ehemaligen Freunden sag ich mal hat man dennoch die Telefonnummer oder die Adresse? Bei mir jedenfalls sind es nicht ganz soviele.

Ich finde die Entwicklung natürlich Datenschutztechnisch bedenklich. Es ist eine Absolute Gradwanderung. Zum anderen ist es aber irgendwie hilfreich. Anderes Beispiel was nur begrenzt zutrifft ist die Geschichte das mein Bruder einen Finnischen Austauschschüler hat. Dieser ist auch bei Windows Live Angemeldet und man konnte vorab auch Bilder austauschen, chatten, usw. Vor ein paar Jahren war an sowas noch nicht zu denken. Damals hat man sich Briefe geschrieben. Man war gezwungen sich hinzusetzen und was zu schreiben, man möchte ja natürlich nicht nur einen Zweizeiler schreiben was in keiner relation mit den Portokosten steht. Heute schreibt man per Instant Messages. Irgendwie Cool. Irgendwie besser. Ich bin mal echt gespannt was so meine Enkelkinder machen werden. Was kommt nach Instant Messages, Twitter, Flickr, Studi/MeinVZ, Facebook oder sogar irgendwelche Bookmarking Dienste. Wohin wird der Trend gehen? Ich habe irgendwie das Gefühl das sich momentan der Markt nicht weiter entwickelt. Das alle auf der “Ich gründe ein Social Network” festgefahren ist. Robert Basic hat mit seiner Buzzriders Idee die ganze Sache schon ein wenig aufgegriffen und möchte das ganze ein wenig vereinfachen und quasi jede Hausfrau, Oma oder sogar den als Zimmermann arbeitenden Familienvater.

Das ist natürlich momentan gewissermaßen einfach Undenkbar. Es ist verdammt schwierig manchen Leuten den Sinn von Social Networks zu erklären wenn Sie noch nie was mit dem Internet zu tun hatten. Aber wie sieht es aus wenn Ich bzw. Meine Generation mal alt und schrumblig ist aus? Werden wir irgendwann mal die Lust am Social Networken verlieren? Werden wir vielleicht sogar irgendwann mal die Lust am Internet verlieren? Kein Bock mehr online zu sein? Ich meine das Internet hat sich schon dermaßen in das Leben integriert das es für mich zumindest echt schwer ist ohne das Internet zu leben. Das habe ich auch schon gemerkt als ich Zwei Wochen kein Internet hatte aufgrund von einem Providerwechsel. Damals habe ich mir dann schnell ein Notebook angeschafft (HP NX6325) und mich dann immer bei Freunden durchgeschnorrt.
Ich bin aufjedenfall gespannt wohin der Trend gehen wird und wie die Entwicklung von Buzzriders den Trend schieben wird. Ich finde zumindest die Entwicklung von Facebook interressant das Sie es zulässt das andere Dienste das Portfal von Facebook nutzen können. (Updates werden über Twitter reingeschoben und Fotos kommen von Flickr) StudiVZ ist da noch wesentlich verkorkster wie man jetzt erst am “Buschfunk” sieht was als Twitter gedacht ist aber dennoch nur als öffentlicher Plauderkasten mit mageren Funktionen genutzt wird.
Wir werden sehen was die Zukunft bringt und ob StudiVZ sich noch öffnen wird oder bald eh den Bach runter geht weil Facebook einfach die gesamte VZ Gruppe verklagt.

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