Vor ein paar Wochen veröffentlichte Cachy einen Eintrag wo es um das langsame Video laden bei Youtube mit einem Telekom DSL Anschluss ging. Oftmals ist es ja so dass die Leitung vollkommen egal ist und man trotzdem mehr mit dem warten auf das Video beschäftigt ist anstatt es zu sehen. Bei Plattformen wie Vimeo ist es, gott sei dank, nicht so.
Cachy zitiert diesen Herren total korrekt:
Das lahme Youtube betrifft überwiegend Nutzer des Telekom Backbones. Youtube ist am Cogent Backbone angeschlossen, mit dem die Telekom Peering betreibt. Da aber die Telekom als Moloch riesige Datenmengen über den großen Teich auf den Cogent Backbone schaufelt, während andersrum die Amis weniger in Europa aktiv sind, werden die Telekom IPs eben unterpriorisiert, weil die Telekom höchstwahrscheinlich nicht extra zahlen will, um den Mehrtraffic auszugleichen. Demzugfolge lahmen sämtliche Zugriffe über den Cogent Backbone, an dem u.a. auch Youtube hängt.Das ist natürlich ziemlich korrekt und wir haben da ein ernsthaftes Problem und wenn wir nicht aufpassen landen wir bald in einem für-gewisse-webseiten-extra-bezahlen-vertrag und dann dürfen wir für Youtube und Co extra bezahlen.
Klingt verrückt? Ist es auch!
Aber was noch viel interessanter ist, ist dass die 226 Kommentare nicht ungehört bleiben und sogar die Massenmedien drauf gestoßen sind. Jedoch wird bei keinem der Zeitungen auf die Ausgangsquelle verwiesen. Ziemlich Arrogant, wenn ihr mich fragt.
Aber das Statement von der Telekom ist in der Tat ziemlich interessant und deutet schon auf das oben angeschnittene Prinzip hin. Der Webseiten Betreiber soll dafür bezahlen dass deren Traffic über die Leitungen der Telekom gehen. Andersrum kassiert die Telekom bei den Kunden ab und bekommt nun eine Doppelt Geld. Klingt toll? Für die Telekom schon.
Hier das Statement:
„Die Kapazitäten werden jetzt verdreifacht“. „Wir werden uns darüber unterhalten müssen, dass verkehrsintensive Anbieter wie ‚Youtube’ dafür bezahlen, dass ihre großen Datenströme von uns gemanagt werden.“Wie war das eigentlich doch gleich mit der Netzneutralität?