uptime is the game, downtime is the name

Ich gebe zu, ich bin was Notebooks angeht ein ziemlicher Apple Fanboy. Apple hatte es, meiner Meinung nach, einfach herausgefunden was bei einem Notebook gut ist und was ein gutes Notebook ausmacht. Dort wurde besonders auf eine hochwertige Verarbeitung wert gelegt, welche nicht knarzt und welche auch noch ziemlich gut aussieht. Eine Tatstatur mit einem großartigen Druckpunkt, wo es eine Menge Spaß macht zu schreiben und ein Touchpad welches nahezu jede Maus überflüßig macht.

Damit stand, meiner Meinung nach, Apple ziemlich alleine auf dem Markt.

Jetzt kam Intel mit den Ultrabooks um die Ecke. Nicht alle sind wirklich gut und ich würde mir nicht jedes Anlachen, aufgrund meiner damaligen sehr positiven Erfahrungen mit Dell kam ich mit diesen ins Gespräch. Man stellt mir ein XPS 13 Ultrabook zur Verfügung. Auf dem Blatt liest es sich gut und ich war sehr gespannt auf das Testgerät. Glasfaser und Aluminium geben sich bei dem Gehäuse die Hand, angenehme Tastatur, ein vollkommen aussreichend schneller Intel i5 und eine Monster-SSD von Samsung. Großartig.

Der erste Eindruck täuschte nicht. Die Verarbeitung ist herausragend, der Druckpunkt der Tastatur ein Traum. Das Touchpad State of the Art und die Performance der Wahnsinn. Dazu dann noch Projekt Sputnik, welches das Notebook als Ubuntu Entwickler Notebook positionieren will. Lediglich vom Display bin ich etwas enttäuscht, die Auflösung hätte bisschen höher sein können.

Machen wir es aber ausführlich:

Eckdaten

Auch zugeklappt hübsch.

Dell XPS 13 Ultrabook
Bildschirmgröße 13″
Breite 316mm
Tiefe 205mm
Höhe 6 – 18mm
Gewicht 1,36kg
Prozessor Intel® Core™ i5-2467M Prozessor (3M Cache, 1.60 GHz)
Arbeitsspeicher 4GB Dual Channel DDR3
Grafikkarte Intel HD-Grafik 3000
Festplatte SAMSUNG SSD PM830 mSATA 128GB
Anschlüsse Mini Displayport, 1x USB 2.0, 1x USB 3.0, Stromanschluss, Kombinierter Sound Ein und Ausgang
Webcam 1,3MP Kamera
Akku Li-Polymer Akku mit 6 Zellen und 47 Wh

Lieferumfang

Natürlich ist sowas bei einem schlanken Notebook recht übersichtlich. Das Notebook selbst, dazu das Ladekabel und eine CD. Das wars. Mehr kriegt man heute nicht mehr für den immerhin stolzen Preis von 1200€. Schade. Immerhin ist der Karton ziemlich hochwertig und man fühlt sich trotzdem wie ein kleiner König.

Äußeres Look and Feel

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, die Verarbeitung ist der Wahnsinn. Das Gehäuse besteht an der Unterseite aus einem Glasfaser/Magnesium gemisch und besitzt eine Carbon Oberfläche. Die Tastatur ist Spritzwasser geschützt und Rund um die Tastatur ist alles mit einer Schicht Gummi überzogen, welches sich auch sehr angenehm anfühlt aber leider etwas anfällig für Fettige Finger ist.

Die Unterseite ist sichtbares Carbon. Unglaublich schön!

Gott sei dank lassen diese sich auch genauso wieder mit einem Tuch entfernen. Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt und es lässt sich sehr gut damit schreiben. Die Tasten können in 3 Stufen hintergrundbeleuchtet werden. Das Display wurde mit Gorilla Glas versehen, welches besonders Verwindungssteif ist und dafür sorgt, dass es nicht möglich ist das Display zu verbiegen, wie es bei vielen anderen Notebooks der Fall ist. Nachteil ist aber, dass dieses Gorilla Glas offenbar ziemlich spiegelt und man somit nicht in der prallen Sonne arbeiten kann.

Innenleben

Man sagt ja, nicht nur das äußerliche zählt. Nein, auch beim Inneren kann das Ultrabook vollends überzeugen. Im Inneren schlägt ein Intel i5 mit 1,6Ghz und 4 Kernen. Das ganze auf der Sandy Bridge Plattform. Dazu dann der Intel HD 3000 Grafikchip und eine Samsung SSD. Diese Kombination ist ziemlich gut und sorgt für ausreichend Power.

Ziemlich schlank: Das Ultrabook Dell XPS 13

Wie bei den meisten Notebooks in dem Formfaktor ist auch hier leider kein LAN Port vorhanden und man muss mit WiFi vorlieb nehmen. Das Gerät ist nur mit Wifi und dem N Standard ausgerüstet. Ist leider nicht immer optimal aber lässt sich bei dem schlanken Formfaktor nicht verhindern. Immerhin ist ein Ethernet Port so dick wie das Ultrabook zugeklappt. Ich suche immer noch einen USB 3.0 Adapter auf Ethernet, konnte bisher leider keinen finden. Schade.

Das Display bemisst stolze 13″, welche meiner Meinung nach die perfekte Größe für ein mobiles Gerät ist. Ich finde aber, die Auflösung hätte ein Tick höher sein können. Hier ist leider nur ein Panel mit einer Auflösung von 1366 x 768 verbaut. Zu Zeiten wo Notebooks mit Retina Displays auf dem Markt gedrückt werden hätte ich zumindest gerne eine 1440er Auflösung, welche für mich wesentlich angeneher wäre. Das Display ist aber, bis auf die Auflösung, ziemlich gut. Die Ausleuchtung ist gleichmäßíg und der Kontrast überspielt ganz gut das spiegelnde Display.

Auf der Linken Seite befinden sich die Anschlüsse für den Strom, ein USB 2.0 und ein Audio Port auf der Rechten der Display Mini Port und USB 3.0  dazu ein Indikator für den Akku Zustand. Einen SD-Karten Leser vermisse ich leider etwas.  Ich denke der hätte noch irgendwo reingepasst. Grade für die Fotografen unter uns wäre das großartig gewesen.

Performance

Der i5 zeigt was er kann, er wird meiner Meinung nach nicht zu warm und leistet dennoch höhste Leistung. Die 4 Kerne machen sich im Alltag bezahlt und das System wird an keiner Ecke wirklich langsam. Die SSD spielt diesem Zustand in die Hand und was soll ich sagen?

Knapp 530MB/s lesend ist einfach der Wahnsinn. Das schlimmste ist, man gewöhnt sich so unglaublich schnell an diesen Zustand das man wirklich jeden anderen PC ohne SSD gähnend langsam findet. Das System bootet in wenigen Sekunden und es ist auch sofort da. Also es wird nicht groß rumgerödelt bis irgendwann mal der PC ansprechbar ist, nein – es geht sofort los. Wenn man dann noch seine üblichen Programme öffnet und diese auch ohne jede Verzögerung da ist dann merkt man schon an welchem kleinen Monster man grade arbeitet.

Fazit

Ich benutze das Ultrabook ausschließlich mit Ubuntu. Ich bin einfach kein Windows Freund mehr und vermisse es im Grunde auch nicht. Ein Windows 8 würde ich mir doch aber dann noch mal anschauen, huch – zurück zum Ultrabook. Ich habe hier ein unglaublich schlankes, hochwertiges und vorallen brachial schnelles Notebook welches alles bisher für mich dagewesene von der Leistung in den Schatten stellt. Bis auf das Display ist das Gerät bis in die letzte Ecke durchdacht – ich hätte mir lediglich eine 1440er Auflösung gewünscht. Dazu noch einen SD Kartenleser und die Welt wäre für mich vollkommen in Ordnung gewesen. Ich kann jedem den Kauf empfehlen, der kein Macbook Air und ein Windows Notebook welches wirklich unglaublich schnell und robust ist sucht.

Dell hat das Projekt Sputnik ins Leben gerufen und will das Ultrabook voll Ubuntu kompatibel machen. Leider gibt es momentan noch wenige Punkte die leider nicht funktionieren:

  • Das Touchpad hat noch keinen Treiber, dieser soll Ende Juni 2012 kommen
  • Hin und wieder hängt sich das Notebook auf wenn ich mein Cinema Display via Display Miniport anschließe

(vielen Dank an Kai der mit mir die tollen Bilder gemach hat!)

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