uptime is the game, downtime is the name

Die ersten Stimmen zu iOS5 und der Apple Keynote sind nun verhallt, die Gemüter haben sich ein bisschen beruhigt und auch ich habe auch ein wenig drüber nachgedacht. Es ist ja so dass ich eigentlich ein großer Fan von der Cloud bin. Ich freue mich dass ich ein großteil meiner Dokumente bei Google Apps habe und lege auch viele meiner Sachen in der Dropbox ab. Meine Kontakte werden natürlich auch über Google synchronisiert und irgendwie kann ich alles nicht mehr verstehen wie man noch ein ganzes Telefonbuch verlieren kann. Ja, nicht das analoge, gelbe, Große sondern das Digitale. Naja, ich mag also die Cloud. 

Wie dem auch sei, was mir aber nun ein wenig übel aufstößt ist der Weg zu den Thin Clients. Also dass wir nur noch Hardware haben, wo der Zwck darin besteht Daten zwischen zu lagern und um eine Internet Verbindung herzustellen. Der Rest unserer Daten liegt also in der Cloud. Bei Apple. Bei einer Partei. Wenn Apple Lust und Laune darauf hat oder aber in deren System eingedrungen wird dann könnte man also alle meine Urlaubsbilder, alle meine Dokumente, alle meine Mails und meine ganzes Telefonbuch sehen und vielleicht sogar löschen. “Natürlich” gibt es Backups. “Natürlich” wird sowas nie passieren. Aber Sony hat uns schon eindrucksvoll gezeigt dass es auch anders geht. Ich halte davon nicht soviel. Nein, es stößt mir sogar übel auf. Ich möchte bestimmen wo meine Daten sind und ich will nicht pauschal alles bei einem haben. Echt nicht.

Dann kommen wir zu den Leuten die sich aufregen dass viele Features ja andere Apps überflüssig machen.

iMessage – wird Whatsapp nicht ablösen weil iMessage nur für iOS ist und grade das unbefangene in Whatsapp die Leute anspricht. iMessage ist eher mit dem Blackberry Messenger zu vergleichen oder vielleicht sogar noch Google Talk. Alles war kein Whatsapp Killer, im Gegenteil.

Reminders – soll angeblich Wunderlist ablösen. Ich meine Wunderlist hat auch Clients für viele Plattformen und ich denke dass die Leute die Wunderlist nutzen immer noch dabei bleiben werden weil es eben einen Client für alle Systeme gibt.

Kamera Apps – Sorry Guys, war klar dass Apple das irgendwann weiter ausbaut und die Herrschaft auf Flickr bekommen will.

Notifcations – Alle fordern es, Apple kauft den Entwickler dafür ein und nun gibt es eine Cydia App nahezu 1 zu 1 via System Update und es wird rumgeweint. Ist doch toll, allen ist geholfen, oder?

iCloud – iCloud soll also die Dropbox killen? Nein, Dropbox bietet doch großartige Features wie einen Herrvoragenden Webclient, Clients für jede(!) wichtige Plattform und die Möglichkeit Ordner zu teilen.

Im großen und ganzen wurde alles konsequent fortgesetzt. Es wurde auf bestehendes aufgebaut und dieses verbessert. Das alles hat Vorteile und Nachteile. Aber wir sollten die Sache mit der Cloud ein wenig kritisch beobachten und dann überlegen ob uns dieser Trend gefällt. Ich bin jedenfalls skeptisch.

Grade bei Caschy über diese großartige Übersicht gestolpert:

Der Author hat eine Seite die er bei Gelegenheit erweitert und ergänzt.

Grade Teamdrive kannte ich noch nicht und bietet an dass man einen eigenen Server nutzt. Ein Killerfeature.
Jemand Erfahrungen damit?

Es ist ja so dass man natürlich ein wenig nach alternativen für Dropbox sucht. Eigentlich braucht man die ja nicht aber wer hätte schon gedacht dass man auch mal mehrere tausend Gigabyte an Daten für einen Heimischen Rechner hat. Also kann man ja mal die Augen offen halten.

Jetzt ist es so dass ich bei meinen neusten Eskapaden mit Ubuntu über den Hauseigenen Client namens “Ubuntu One” gestolpert bin.

Klingt auf dem ersten Blick eigentlich wie Dropbox und auch der Client macht was her der das gleiche Prinzip wie Dropbox mit einer Ordnerstruktur verfolgt. Es gibt es bisher zwar einen Windows Client im Beta Stadium aber leider eben kein Mac OS Client.

Was mir dagegen ganz gut gefällt ist Ubuntu Mobile was eine App für das iPhone und für Android mitbringt und damit einen App Store anbietet der die Musiksammlung wirklich überall Verfügbar macht. Schon lange eines der Next Big Things bei Apple in der Gerüchteküche, leider kam es bisher nie. Dropbox bietet sowas nicht an.

Wie ich bei nodch.de gelesen hatte, ist dann noch dass man Ordner weder teilen noch irgendwie öffentlich verfügbar machen kann. Das ist leider eines meiner Lieblingsfeatures von Dropbox.

Abschließend kann man noch sagen dass die Preisgestaltung bei Dropbox und bei Ubuntu One eigentlich ziemlich Identisch ist. Bei Dropbox kann man eben nur bis 100GB hoch und bei Ubuntu One ist bei 60 “schon” schluss.

Im Großen und ganzen kann man aber sagen dass wenn ein paar Features nachgereicht werden und der Betriebssystem Support ausgebaut wird dass man eigentlich damit was erreichen kann.

 

Was machen wir eigentlich alle wenn jemals Dropbox auf die Idee kommt dass die Server kaputt sind und die Daten verloren sind. Backups können nicht zurückgespielt werden und der Worst Case ist eingetreten. Vielleicht ist auch Google Mail oder Docs einfach mal nicht erreichbar und dann stehen wir da. Genauso als wenn unser Rechner mit der Festplatte aufgibt und alle Daten weg sind.

Backups sind wichtig. Windows bietet eine ausgeklügelte Möglichkeit seit Vista das automatisiert zu erledigen und Mac OS mit Time Machine sowieso. Unsere Mails, die teilweise sogar wichtig sind, liegen bei Google und man könnte sich tatsächlich mal Gedanken machen wie man das am besten möglichst elegant sichert.

Was denkt ihr?

Gestern kam ja glücklicherweise die neue Version von Google Chrome raus und ich stelle fest wie sehr sich eigentlich mein Workflow in die Cloud verlagert hat. Ich starte eigentlich kaum noch irgendwelche Programme wie Word oder Excel. Geschweige denn Pages oder Numbers. Wir sind im Büro mittlerweile auch komplett auf Google Apps und es wird dennoch das Potential, was eigentlich dahinter steht, wenig genutzt.
Was hat sich geändert?

Ich schreibe dort meine Notizen und vielleicht auch den ein oder anderen längeren Text. Genauso mache ich da meine Tabellenkalkulation im gleichen Pendant – Wer braucht schon wirklich so’n Mörderprogramm wie Excel ? Genauso male ich dort mit “Draws” meine Zeichnungen und eigentlich lege eigentlich alle wichtigen Dokumente darauf ab. Lediglich die Firmenvorlage muss ich noch in Pages verwenden weil diese leider noch nicht so richtig vernünftig mit Google Apps läuft.

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