uptime is the game, downtime is the name

Wenn man eine NAS zuhause stehen hat, dann kommt man öfter mal auf die Idee Daten zu kopieren. Wenn man nun ein Verzeichnis auf die Nas klonen will dann könnte man das entweder händisch über einen FTP Server machen, oder aber man kopiert es mit scp oder am besten mit rsync. rsync hat ja nun auch einige tricks und kniffe um ein Backup z.B. zu erstellen.

Rsync benutzt in der Regel den Weg über SSH. Das ist auch gut so, solange man auf entfernte Server kopiert wo die Daten durch einen unsicheren Bereich geht. In der Regel läuft man da ja eh im 100Mbit/s Bereich. Nun, hat man ja Zuhause im besten Fall ein Gigabit Netzwerk und die NAS hat leider Gottes meistens auch noch eine relativ schwache CPU. Was passiert nun also wenn man rsync über das Gigabit Netzwerk quält? Richtig! Man erreicht nicht einmal ansatzweise den Gigabit Bereich. Bei mir genau genommen sogar nur 260Mbit. Schade. Das liegt natürlich daran, dass die Verschlüsselung von SSH das ganze etwas ausbremst. Wir wollen nun also auf diese verzichten und bauen ein bisschen an rsync rum.

Wenn man nun folgenden Trick anwendet kann man rsync als Daemon laufen lassen:

Auf dem Empfänger muss nun die /etc/rsyncd.conf angepasst werden:

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[incoming]
path = /srv/storage/incoming
comment = Incoming Folder
uid = Username
read only = no
list = yes
auth users = Username
secrets file = /etc/rsyncd.scrt

incoming ist nun der Name der Freigabe, der Pfad muss nun auch noch dementsprechend angepasst werden.

Dann legt man nun noch die neue Datei /etc/rsyncd.scrt an. Diese schützt man noch mit chmod 600. Dort legt man dann einfach ein Username:Passwort im Klartext an und fängt nach einem rsyncd neustart an das ganze mal auszuprobieren:

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rsync -av /pfad/vom/verzeichnis rsync://Username@Server/incoming/

Und siehe da! Gigabit wird ausgereizt und die Festplatten limitieren die Übertragungsrate. Hurra!